Reinkarnationsglauben im Alten Ägypten - Papyrus Anana

 

Dass der Glaube an die Reinkarnation schon im Denken der Alten Ägypter eine Rolle spielt, hat mich selbst als Studentin der "Religionsgeschichte des Alten Orient" überrascht. Darauf aufmerksam gemacht hat mich der Autor A.T. Mann in seinem Buch "Prophezeiungen zur Jahrtausendwende" (Weltbild, 1998, S.40 f). Hier zitiert er eine "altägyptische Prophezeiung" aus dem "Papyrus Anana" (1320 v.Chr.) nach George Andrews (Hg. "Drugs and Magic", St. Albans, England 1975), die mich zutiefst berührt und die "ewige Wahrheit" widerspiegelt, welche der Ankh-Rückführungstherapie zugrunde liegt:

"Seht, was geschrieben steht in dieser Rolle. Wer immer dies in den Tagen, die noch kommen, findet, möge es lesen, sofern seine Götter ihm dazu die Fähigkeit gegeben haben. Lest, ihr Kinder der Zukunft, und lernt die Geheimnisse der Vergangenheit kennen, die von euch so weit entfernt und deren Wahrheit doch so nahe ist. Die Menschen leben nicht nur einmal, um dann für immer zu verschwinden, sie leben mehrere Male, an verschiedenen Orten, wenn auch nicht allein in dieser Welt. Zwischen den verschiedenen Leben liegt ein Schleier der Dunkelheit. Aber am Ende werden alle Türen geöffnet, und wir werden alle Räume sehen, die unsere Füße von Anbeginn durchwandert haben.

Unsere Religion lehrt uns, dass wir ewig leben... Da aber die Ewigkeit kein Ende hat, kann sie auch keinen Anfang haben. Es ist ein Kreislauf. Wenn also das eine wahr ist, nämlich, dass wir ohne Ende leben, dann muss auch das andere wahr sein, ... nämlich, dass wir immer schon gelebt haben.

Für die Augen der Menschheit hat Gott viele Gesichter, aber sie sind alle falsch, weil sie alle wahr sind.

Unsere Ka, unsere Geistwesen, zeigen sich uns in verschiedener Weise. Sie zehren von dem unendlichen Mantel des Wissens und liegen verborgen im Innersten eines jeden Menschen; sie gewähren jenen, die vorbereitet sind, Einblicke in die Wahrheit und geben ihnen die Fähigkeit, mit Wundern umzugehen.

Für die Ägypter ist der Skarabäus-Käfer zwar kein Gott, aber ein Symbol des Schöpfers, denn er rollt ein Kügelchen Mist vor sich her und legt darin seine Eier ab, um sie auszubrüten, so wie der Schöpfer die Weltkugel umher rollt, was dazu führt, dass sie Leben hervorbringt.

Alle Götter senden ihre Gaben der Liebe auf diese Erde, ohne welche sie aufhören würde zu existieren. Mein Glaube lehrt mich möglicherweise klarer als der deinige, dass das Leben mit dem Tod nicht endet und dass deshalb die Liebe, die Seele des Lebens, in alle Ewigkeit Bestand haben muss.

Die Kraft der unsichtbaren Zeit bindet die Seelen aneinander, noch lange, nachdem die Welt untergegangen ist. Und am Ende werden die verschiedenen Vergangenheiten sich enthüllen."


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