1. Fallbeispiel aus eigener Praxis:

 

Warum hat eine junge Frau Angst vor Spiegeln oder spiegelnden Flächen, die sie sogar daran hindert, ins Schwimmbad zu gehen? Selbst eine spiegelnde Wasserfläche ruft in ihr Todesangst hervor, obwohl sie gut und gerne schwimmen kann, keinerlei Angst hat vor dem Wasser selbst und sich auch nicht vor ihrem eigenen Spiegelbild fürchtet, sondern vor fremden "Fratzen im Spiegel". Ich spreche hier von einer Patientin, die ich gezielt im Hinblick auf diese Angst vor Spiegeln zurück geführt habe. Vermutet hatte ich eigentlich eine "Begegnung mit Geistern" im Rahmen einer magischen Zeremonie, was keineswegs absurd ist, denn Spiegel können ein Tor sein in die jenseitige Dimension. Doch die Klientin, die bewusst diese Angst nicht einordnen konnte, lieferte spontan eine ganz plausible Erklärung für diese seltsame Phobie. Es zeigte sich hier ein anderes Leben, eine andere Person, mit der sie sich während der Rückführung voll und ganz identifiziert. Zunächst sah sie sich als junge Frau namens Elisabeth in einer Hütte, in dem ihr dreijähriges Kind Johanna am Feuer spielte. Das Kind entfachte dabei einen Brand und als schon fast die ganze Hütte abgebrannt war, konnte sie ihr Kind aus den Flammen retten. Doch sie selbst trug dabei schwere Brandwunden davon. Ihr Gesicht war auf Dauer entstellt. Ihr Mann, den sie nur auf Geheiß der Eltern geheiratet hatte, machte ihr daraufhin schwere Vorwürfe, verließ sie und nahm das Kind mit sich. Sie sah es nie wieder ... In der nächsten Szene - sie ist mittlerweile zehn Jahre älter - sieht sie sich selbst im Spiegel - ihr entstelltes Gesicht und wie jemand von hinten kommt und ihr die Kehle durchschneidet. Für sie war dieser Tod "eine Erlösung", doch sie hat es nicht verwunden, ihre Tochter nie wieder gesehen zu haben. Das haben wir in der Rückführung nachgeholt - ein Abschied "in Liebe". Auf dem Hintergrund dieser tragischen Geschichte ist die scheinbar irrationale Angst vor Spiegeln durchaus verständlich, denn Etwas in ihr fürchtet noch immer, dass "der Tod aus dem Spiegel kommt". Etwas in ihr sehnt auch manchmal den Tod herbei "wie eine Erlösung" - eine Befreiung von der ewigen Angst (sie litt unter dieser Angst, dass ihr jemand etwas antut, denn in ihrer letzten Inkarnation wurde sie umgebracht und mitten aus dem Leben gerissen). Doch nachdem sie erkannt hat, dass ihre Vorgängerin ihr schweres Schicksal zehn Jahre lang erduldet hat, ohne selbst Hand anzulegen, hat sie eine andere Einstellung zum Leben entwickelt...

 

 

2. Fallbeispiel von Roger Woolger: „Unfalltyp“

 

Es gibt Menschen, die immer wieder Unfälle verursachen oder scheinbar zufällig „getroffen werden“ von solchen Schicksalsschlägen. Zu diesem Unfalltyp gehörte eine Klientin von Roger Woolger, die eine andauernde Reihe von Unfällen, Knochenbrüchen und vermeintlichen Pechsträhnen hinter sich hatte, als sie sich in ein vergangenes Leben zurück führen ließ („Vergangene Leben heilen“, S.84). Sie sah sich in einem vergangenen Leben in Polynesien, wo sie gerade eine riesige Flutwelle auf sich zukommen sah, die schließlich ihr ganzes Dorf über sich begrub. Im Augenblick des Todes dachte sie: „Ich werde nie weglaufen können. Es wird mich immer treffen.“ Dieser letzte Gedanke während des Sterbens hat sich eingeprägt im Energiefeld, das bei der nächsten Verkörperung übertragen wird. Tatsächlich wurde sie in diesem Leben immer wieder getroffen: von Autos, von Pferden, von großen Gegenständen. Erst als sie die tiefe Angst der Polynesierin loslassen konnte, hörten die Unfälle auf.

 

Es macht in solchen Fragen, überhaupt keinen Sinn hier Karma als „ausgleichende Gerechtigkeit“ im moralischen Sinn zu verstehen, als ob diese Frau für irgendetwas bestraft wird, was sie in einem Täterleben verursacht hat. Sie hat lediglich etwas Unsinniges gedacht, das sich entsprechend manifestiert hat.

 

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