Erlösung

 

Theologen sprechen oft von einer Unvereinbarkeit der Religionen im Hinblick auf die Frage der Erlösung. Nach dem christlichen Dogma ist Christus für uns am Kreuz gestorben, um uns von allen Sünden zu erlösen. Die katholische Kirche lehrt offiziell, dass wir jederzeit unsere mehr oder weniger kleinen Sünden durch Beichte und Buße bereinigen können. Theologen sprechen hier von der Fremderlösung durch göttliche Gnade. Das steht eigentlich im Gegensatz zur Karma-Lehre, derzufolge nur wir selbst unsere Schulden begleichen können, indem wir am eigenen Leib erfahren müssen, was wir anderen angetan haben. Schon aufgrund dieser Diskrepanz scheuen vielleicht überzeugte Christen zurück vor einer Reinkarnationstherapie, da sie Grundüberzeugungen in Frage stellt. Allerdings sehe ich auch hier keine Diskrepanz, weil ich durchaus der Meinung bin, dass Karma durch Gnade aufgelöst werden kann und dies gezielt in meiner ANKH-Rückführungstherapie anvisiere.

 

In der indischen Religionen, z.B. im Hinduismus steht die Selbsterlösung im Vordergrund auf dem Weg der Werke (Karma-Marga), auf dem Weg von Yoga, Askese und Erkenntnis (Dhyana-Marga) oder durch liebevolle Hingabe an den persönlichen Gott, Ishvara genannt. Buddha ist für viele zum Symbol geworden für die Selbsterlösung, da er ohne fremde Hilfe sein persönliches Heilsziel, das NIRVANA erreicht haben soll. Aber nur einige wenige sind im gefolgt. Die Zahl der Mönche, die dieses „Kleine Fahrzeug“ (Hinayana) benutzt haben und dabei direkt in Buddhas Fußstapfen getreten sind, war eher gering. Für das Volk, die breite Masse war diese Art von Religion nicht passend, da Menschen, die um ihr Überleben kämpfen müssen, nicht ihr ganzes Leben der Heil-Suche widmen können. Das Bedürfnis nach einer höheren Macht, die helfend eingreift in das alltägliche Leben und an die man/frau sich hingebungsvoll im Gebet wenden kann, verlangte nach einer anderen Form von Buddhismus, die auf das Bodhisattva-Ideal zurückgreift, von dem Buddha selbst gesprochen haben soll. Im „Großen Fahrzeug“, dem sogenannten Mahayana-Buddhismus, der weltweit zahlreiche Anhänger gefunden hat (vgl. Dalai Lama), gibt es auch die Idee der Fremderlösung durch erleuchtete Wesen, die anderen zuliebe verzichten, ins Nirvana überzugehen und in einer „Zwischenwelt“, in einem paradiesischen Zustand verharren, um den Menschen zu helfen. Ein bekannter Bodhisattva ist Avalokiteshvara oder die weibliche Kuanyin.

 

Darüberhinaus haben auch viele buddhistische Mönche ein solches Bodhisattva-Gelübde abgelegt, das sie auch in zukünftigen Leben daran hindern wird, endgültig von dieser Welt zu gehen, nicht eher bis das letzte Wesen vom Kreislauf der Wiedergeburten erlöst werden kann. Ich erwähne dies am Rande, weil solche Gelübde in der Reinkarnationstherapie ans Tageslicht kommen, die einen Menschen bis „in alle Ewigkeit“ in einer bestimmten Richtung festlegen und ihn somit seiner Freiheit berauben – solange bis sie gegebenenfalls revidiert werden.

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